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Schubkarre-Rollstuhl

Shared by Klaus Rausch on 2016-06-21 11:57

Über die Lösung

Ich habe alles von einem lokalen Schweißer mit Standardwerkzeugen (ohne Hightech) bauen lassen, mit Material voor Ort (etwa 50 Euro, außer den Hinterrädern) und von einem 9-Jährigen mit doppelter Beinamputation testen lassen. Alle zusammen dauerte nur 3 Tage: organisieren, einkaufen, planen, testen.

Ich hatte zuvor, im Frühjahr 2015, eine Mail aus Kenia erhalten mit dem Thema "die Entwicklung eines kostengünstigen, faltbaren Off-Road-Rollstuhls für behinderte Kinder im ländlichen Afrika".

Während ich mich mich mit dem Entwurf dieses Rollstuhl beschäftigte, sah ich ein Foto von einem Schubkarrenrennen in Kenia:) Und da kam mir die Idee mit der Schubkarre.

Ich denke, dass dieser Rollstuhl mehr oder weniger diese Punkte erfüllen könnte:
- kostengünstig (eine Schubkarre ist nicht zu teuer und man kann gebrauchte Schubkarren verwenden)
- Off-Road tauglich (Vorderrad vom Schubkarren, die Hinterräder am besten gebrauchte Mountainbike-Reifen incl. Halterungen. Das Rohr der Schubkarren ist in der Regel sehr stark und aus Stahl, ist also schweißbar!)
- für Kinder geeignet (das ist der wichtigste Punkt, wenn man weiß für wen der Rollstuhl gedacht ist, kann der Rahmen genau an die Bedürfnisse angepaßt werden)
- faltbar (ich glaube, es ist möglich, aber teurer!)

Wie auch immer, ich mochte meine Idee :)

Der Rahmen besteht aus 4 Teilen:

Die beiden Hautrohre sehen ein wenig wie kurze Treppen aus. Wir verwenden die Rohre des Schubkarrenrahmens, schneiden sie auseinander, und zusammen mit Flachstahl schweißen wir so die neuen Hauptträger des Rollstuhls zusammen. Wichtig: Wir müssen 2 gleiche Hauptträger bauen! (Mit besserem Werkzeug würden wir nicht alles in Stücke schneiden sondern nur in den richtigen Winkel biegen).
Da wir die genaue horizontale Position der großen Hinterräder nicht kennen, bauen wir als nächstes das Verstellsystem.
Dann die Streben zum Verbinden der 2 Hauptträger. Wir biegen/schweißen Flachstahl, einmal für die Lehne und einmal für die Sitzbasis. Als letzte Strebe benutzten wir 2 Vierkantrohre als Fußstützen.
Dann das Finishing, wie Seitenschutz und Sitzfläche. Das große Schubkarrenrad kann die meisten Hürden nehmen, und der spezifische Stand dieses Rads gibt dem Rollstuhl Stabilität. Als Seitenschutz dient ein Blech aus dem Schubkarren und Flachstahl. Und die Basis für Sitz und Rückenlehne ist ein Seil.

Wir versuchen, alle Teile parallel aneinander und soweit möglich im rechten Winkel zu bauen, aber da wir nicht die Ausrüstung dafür haben, ist es doch nicht sehr genau.

Da der Rollstuhl nur 3 Räder hat und die Sitzbasis ein Seil ist, spielt es aber keine große Rolle. Der Stuhl funktioniert gut.

Mehr darüber: http://santa66.net/
https://www.youtube.com/watch?v=aLwWYJGidyw&feature=youtu.be

Diese Lösung enthält keinen Hinweis weder auf die Verwendung von Arzneimitteln, Chemikalien oder biologische Stoffe (einschließlich Lebensmitteln) noch auf invasive Geräte, anstößige, kommerzielle oder inhärent gefährliche Inhalte. Diese Lösung wurde nicht medizinisch validiert. Vorsicht! Wenn Sie irgendwelche Zweifel haben, wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

Über den Erfinder

Klaus aus Deutschland hat seit 1997 eine inkomplette Querschnittslähmung

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