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Der Ostom-i Alert Sensor - das weltweit erste medizinische Produkt in der Stoma Versorgung das an eine App gekoppelt ist

Shared by michaelseres on 2016-03-06 19:44

About the solution

Wenn man ein Stoma bekommen hat, verliert man die Kontrolle über etwas das man als selbstverständlich annimmt: den Stuhlgang. Ein Stoma ist ein Verfahren bei dem ein Teil des Darmes an die Aussenseite des Bauches gelegt wird. Die Abfallprodukte des Körpers werden in einem Beutel, dem sogenannten Stoma Beutel, aufgefangen.

Es gibt 3 verschiedene Stoma Typen, alle mit dem Resultat, dass Nerven durchtrennt werden und man daher die Kontrolle über Zeitpunkt und Menge des Stuhlgangs verliert.
Ich habe Typ ‚ileostomy’ in Folge meiner Darmtransplantation und hatte im täglichen Leben mit einem Beutel zu tun der leckte und überlief. Ärzte und Pfleger wollten wissen wieviel und wann Stuhlgang kam. Momentan ist die einzige Methode dies zu messen, die Ausscheidung in einen Messbecher zu füllen und die Daten manuell zu registrieren. Dies ist ein erhebliches Problem.
Daher sind Angelegenheiten wie Dehydration, Elektrolyse Verlust oder sogar Verschluss allgemein.
95 % aller Patienten haben Lecks in den ersten 3 Monaten und 65% aller Patienten haben in den ersten 5 Jahren noch immer damit zu tun.

Während ich im Krankenhaus lag verbrachte ich eine Menge Zeit damit, meinem Beutel zuzuschauen wie er sich ausdehnte während er sich mit Stuhlgang füllte.
So kam es, dass ich anfing, Unterteile auf Ebay zu kaufen. Das wichtigste Teil war eine flexible Sensorleiste von einem Nintendo Wii Handschuh. Sie sorgt dafür, dass, wenn man seine Finger in diesem Handschuh beugt, ein Signal gesendet wird.

Ich kam zu dem Schluss dass, wenn ich einen flexiblen Sensor an der Aussenseite des Stoma Beutels anbringen könnte, dieser ein Signal senden würde sobald sich der Beutel bewegt. Danksei vieler You Tube Filme und der Hilfe eines Freundes entstand so mein erster Sensor für Stoma Beutel. Daran anschliessend erarbeiteten wir einem Algorithmus um die Bewegung im Beutel zu messen. Jede Bewegung stand im Verhältnis zu einem ‚output’ Volumen.
So hatten wir ziemlich schnell einen Sensor der via einer ‚bluetooth low energie' Module an eine App gekoppelt ist. Die App ermöglicht Patienten um Alarmfunktionen auf ihren Handys einzustellen die sie warnen, wenn sich der Beutel füllt.

Nie wieder Lecks und Überlaufen. Zusätzlich erfasst der Beutel automatisch das ‚output’ Volumen und zeigt es zeitgleich auf dem Handy an, was Ärzten und Pflegern ermöglicht, diese Daten von Patienten auf Abstand zu überwachen. Nie wieder Messbecher!

Es wurde uns klar, dass wir eine behördliche Zulassung brauchten um das Produkt benutzen zu können. Wir riefen beim FDA (Food and Drug Administration) in den USA an und bekamen die Zusage, unmittelbar zu helfen mit einer FDA 510K Zulassung. Ich vertiefte mich in ,human factor’ Studien, Biokompatibilität und alle anderen Aspekte die nötig waren. 9 Monate später bekamen wir die Genehmigung. Unser Produkt hat jetzt auch das CE Kennzeichen und gilt als 1e Klasse Produkt in der MHRA (medizinische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel in Grossbritannien).
Wir haben eine Krankenhaus App für unser Produkt entwickelt die es ermöglicht, 20 Patienten auf einen iPad anzuschliessen.
Wir richten uns jetzt auch auf den urologischen Markt und arbeiten an einer Technologie für Urin-Beinbeutel .
Unsere App is vollständig integriert in Apple ResearchKit und HealthKit.
Medicare in den USA und diverse andere Kostenträger übernehmen Rückerstattungen.
Das Produkt kann über unsere Webseite bezogen werden.

Übersetzung: Ulrike Martens
 
https://youtu.be/M9hMybMZ8S4

This solution shall not include mention to the use of drugs, chemicals or biologicals (including food); invasive devices; offensive, commercial or inherently dangerous content. This solution was not medically validated. Proceed with caution! If you have any doubts, please consult with a health professional.

About the author

Im Alter von 10 Jahren bekam ich die Diagnose Morbus Crohn, eine unheilbare Erkrankung des Darmtraktes. Ich war 14 als ich das erste Mal operiert wurde. Nach 25 weiteren Operationen fielen alle Darmfunktionen aus.
Im Oktober 2011 war ich der 11e Patient in England der eine Darmtransplantation bekam, im Churchill Hospital in Oxford.
Ich wurde ‚Epatient in Residence’ bei Stanford MedicineX und machte dort die Erfahrung, dass man als Patient genauso viel einbringen kann wie alle Anderen.
Mein Ziel ist ganz einfach die Lebensqualität von Patienten zu erhöhen und es Ärzten und Pflegern einfacher zu machen um relevante Daten zu sammeln.

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